Fragen eines Journalisten

Im Spiegel Online war ein interessanter Artikel, den ich mit großem Interesse gelesen habe: „Sex mit Tieren: Warum zieht es den Menschen zum Tier?“ 

In diesem Artikel geht es um die scheue Gemeinde der Objektophilen. Empfinde ich als sehr lobenswert, weil dieses in unserer jetzigen Gesellschaft bei den Thematiken untergeht. Allerdings ist es mir schwer aufgestoßen, das Zoophile in dem Artikel direkt als fragwürdig angesehen wurden. Zitat: „Von einem ganz anderen Schlag sind da jene Zeitgenossen, zu denen der New Yorker Sexualwissenschaftler Damian Jacob Sendler seit Jahren arbeitet: die Zoophilen“.

Die Zoophilie bedeutet: Liebe zum Tier! Als erfahrener Journalist, der sich mit diesen Thematiken befasst, sollte man insofern auch wissen, das dieses nichts mit Gewalt oder Übergriffen zu tun hat. Mit Sicherheit haben Sie dutzende, womöglich sogar hunderte Zuschriften bekommen von Menschen, die Sie überzeugen wollen, dass Zoophile ganz fürchterliche Tierquäler sind, Sie werden Ihnen schlimme Dinge schreiben von vergewaltigten Hunden und zerschlitzen Pferden oder gar schlimmeres. Und gar keine Frage, auch so etwas gibt es. In etwa im gleichen Maße, wie es auch heterosexuelle und homosexuelle Gewalttäter gibt. Das nennt sich Zoosadismus. Auch wird man vermutlich von Tierbordellen schreiben, aber dazu später mehr.

Zoophile sehen in ihren Tieren Partner und behandeln – soweit es im Rahmen einer Mensch-Tier-Beziehung möglich ist – als gleichwertig und würden ihnen nichts antun. Ganz im Gegenteil! Sie verurteilen Gewalt gegen Tiere auf schärfste und gehen dagegen vor. Es gibt auch Fälle, wo mehrere Zoophile hohe Summen an Tierarztrechnungen beglichen haben um Hunden oder Pferden und den Haltern in Situationen zu helfen, wo Übergriffe vorkamen und die Tiere stark verletzt wurden. Ebenfalls sind Zoophile in vielen Bereichen im Tierschutz engagiert, weil sie sich im Allgemeinen gegen das Leid der Tiere einsetzen. Unter Radikalen Zoophiliegegnern hat sich das herumgesprochen und es ist zu diversen Übergriffen gegen engagierte, aber halt zoophile Tierschützer gekommen.

In der psychologischen Wissenschaft hat sich die Meinung durchgesetzt, dass Zoophilie eine sexuelle Orientierung ist, die man durchaus mit Homosexualität vergleichen kann. Die allermeisten Menschen nehmen Zoophilie gar nicht wahr, denn die Betroffenen leben unscheinbar und integriert in der Gesellschaft. Es sind in aller Regel keine Außenseiter oder gar geistig minder bemittelte Menschen. Im Gegenteil, Zoophile sind in allen Bevölkerungs- und Berufsgruppen zu finden, bis hin zu Bundestagsabgeordneten.

Die gesetzliche Lage in Deutschland ist auch klar: Es gibt den §3 Satz 13 des Tierschutzgesetzes, der erzwungenen bzw. mit Gewalt ausgeübten Sex mit Tieren verbietet. Einvernehmlicher Geschlechtsverkehr mit Tieren ist straffrei.

Der Kabarettist und Veganer Hagen Rether hat dies in einem sehr schönen Kommentar auf den Punkt gebracht. Auf YouTube kann man sich das anhören.

Ebenfalls ist wohlwollend zu beobachten, das „Der Spiegel“ sich mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt und eindeutig Stellung dagegen bezieht.. Es ist nicht von der Hand zu weisen, das sich Rechtsradikale den Tierschutz infiltriert haben, um dort Einfluss zu haben und das Thema für sich einzuvernehmen.

Einige „prominente“ Beispiele von Personen, die sowohl im rechtsradikalen Spektrum als auch im Tierschutz und als Zoophiliegegner auftreten:

Gang und Gäbe ist es im virtuellen Netz Geschichten zu dramatisieren und falsch einzustellen. Hunde mit einem Prolaps werden als vergewaltigte Hunde dargestellt und ganze Tierbordelle tauchen auf riesigen Land- und Weltkarten auf. Problem ist nur, dass sie Zoophilen nicht bekannt sind. Und auch Behörden wissen nichts davon, wie zum Beispiel in Dänemark!

Zoophile kannten Hatespeech und Fakenews schon, bevor diese Wörter erfunden wurden!

 

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