Vollversagen eines „Tierschutzvereins“

Eigentlich sollte es bei dem Beitrag von gestern bleiben, denn da ist alles gesagt. Doch man muss eher sagen, es ist fast alles gesagt. Denn wenn man sich mit dem „Tier- und Naturschutzbund Berlin-Brandenburg e.V.“ befasst, findet man auch einen Spendenaufruf, mit dem für den Fortbestand eines „Tierlebenshofes“ gebeten wird.

Solche Gnadenhöfe sind eine ehrenwerte und unterstützenswerte Sache.

Um so mehr ärgert es, wenn dieser „Verein“ auf der einen Seite (inzwischen) 2.200 Euro Spenden für eine private Fahndung einsammeln konnte (und für die Auszahlung der Belohnung bürgt), man aber auf der anderen Seite jammert, dass ihr „Tierlebenshof“ schließen muss, weil man fast fünftausend Euro Schulden hat und trotz Spendenaufrufe noch rund zweitausend Euro fehlen.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt, wen man weiß, dass es ein leichtes ist, wie in der rechtsradikalen Szene mal eben auf ein Pferd aufzuspringen, welches so emotional aufgeladen ist wie das Thema “ Tierschutz“. Wenn es mal nicht nur zum Eigennutz gemacht werden würde.

Da juckt es in den Fingern, mal beim zuständigen Finanzamt nachzufragen, ob sich das mit der Gemeinnützigkeit vereinbaren lässt. Zumal es wohl so aussieht, dass die Schulden des Vereins nicht bezahlte Sozialversicherungsbeiträge sind. Die Krankenkassen zu prellen ist nun mal kein Kavaliersdelikt, erst recht nicht, wenn das Geld verfügbar ist und man es lieber für die Befriedigung mittelalterlicher Moralvorstellungen verpulvern will. Da wird der Tierschutz ad absurdum geführt und man muss sich ernsthaft fragen, was in deren Köpfen vor sich geht.

Quellen:
Spendenaktion des Vereins
Jetzt 2.200 Euro Belohnung

2 Comments

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  1. Es ist in diesem Zusammenhang im Übrigen auch sehr auffällig [und interessant] dass auf der Facebook-Seite des besagten Vereins zu über 90% offen und direkt um Spenden geworben wird und nicht über die eigentliche Arbeit des Vereins berichtet wird.

    Gleiches glit auch für die Homepage des Vereins.

    In den meisten dort geposteten und veröffentlichten Beiträgen geht direkt oder indirekt um Spendenwerbung.

    Nur ein verschwindend geringer Anteil der dort geposteten und veröffentlichten Artikel befasst sich mit der Arbeit des Vereins und mit der Thematik des Tierschutzes.

    Besonders auffällig und interessant ist, dass viele der direkten und offenen Spendenaufrufe über Facebook (d.h. es wird von der Vewreinshomepage ein Link zu dem entsprechenden Facebook-Post gesetzt) erfolgen.

    Zu dem hier schon erwähnten Spendenaufruf gibt es jetzt folgendes Update:

    „(Update 07.10.) Leider war die alte Spendenaktion zeitlich ausgelaufen bevor der benötigte in Höhe von 4850 € zusammengekommen war. 650 € fehlten noch um den benötigten Betrag zusammenzubekommen. Daher haben wir die Spendenaktion voller Hoffnung erneut eingestellt.(…“

    Fällt etwas auf?

    Richtig! Der (ein)gesammelte Betrag beläuft sich auf knapp unter 5.000,- Euro?

    Ein schon sehr, sehr eigenartiger und merkwürdiger Zufall, wenn man bedenkt, bzw. weiß dass Spenden (egal ob Geld- und/ oder Sachspenden) an als gemeinnützig anerkannte Vereine ab einer Gesamtsumme ab 5.000,- Euro beim zuständigen Fiananzamt gemeldet werden müssen.

    Weitaus interessanter ist aber, dass auch nicht wirklich erwähnt/ berichtet wird was mit den bereits schon eingesammelten 4.850,- Euro geschieht.

    Stattdessen wird darum geworben, jetzt auch noch die restlichen 650,- Euro zu spenden.

    Interessant ist, dass diese Spendenwerbung als neuer, unabhängiger Spendenaufruf gestartet wird.

    Fällt da jemanden vielleicht etwas auf…?

    Denkt mal darüber nach!

  2. Hier mal ein kleines, nicht ganz uninteressantes Update zu dem Thema:

    Neben den ausstehenden, nicht bezahlten Krankenkassenbeiträgen hat der Tierlebenshof „anscheinend“ auch seine Stromrechnungen nicht bezahlt.

    Laut Angaben des TNBB e.V. Tier- und Naturschutzbund Berlin-Brandenburg beläuft sich der fällige Betrag auf 7.900,- Euro.

    Der Post/ Spendenaufruf lautetet:

    „TNBB e.V. Tier- und Naturschutzbund Berlin-Brandenburg
    Gestern um 06:28 ·

    7900 € Strom muss der Tierlebenshof nachzahlen. Auch nach mehreren Mahnungen und Sperrankündigungen waren wir leider nicht in der Lage den Betrag aufzubringen. Auch eine vereinbarte Ratenzahlung konnten wir mangels ausreichender Spenden nicht einhalten. Nun hat uns der Energieversorger den Strom abgestellt. Aber der Tierlebenshof lässt sich so leicht nicht unterkriegen und findet wie immer eine Lösung für die Tiere!“
    (Sorry für das Voll-/ Großzitat hier; ich weiß nicht wie man einen Link zu dem einzelnen Beitrag erstellt!)

    Ah ja, erst jetzt, wo, wie man so schön sagt, „das Kind in den Brunen gefallen ist“, also alles zu spät ist, wendet man sich mit einem [wieder einmal widersprüchlichen] Spendenaufruf an die Öffentlichkeit.

    Dieser Spendenaufruf ist gleich in mehrererlei Hinsicht interessant.

    Erst einmal die hohe Summe von 7.900,- Euro.

    Bis sich so eine hohe Summe an Aus-/ bzw. Rückständen angesammelt hat, dauert es eine ganze Zeit.

    Es wird behauptet das mit dem Energieversorger, der im Übrigen nicht namentlich genannt wird, aallein das lässt schon erhebliche Zweifel an der Seriösität der Spendenaufrufs Zweifel aufkommen, bereits schon Ratenzahlungen vereinbart wurden, diese aber aufgrund mangelnder Spenden auch nicht eingehalten werden konnten.

    Nun ist es aber so, dass diese Ratenzahlungsvereinbarungen eine Laufzeit von drei bis acht Monate haben.

    Eine ziemlich lange Zeit.

    Warum hat der TNBB e.V. Tier- und Naturschutzbund Berlin-Brandenburg denn nicht schon einen Spendenaufruf gestartet gleich nachdem die Ratenzahlung mit dem Energieversorger vereinbart wurde, sondern bis zur Stromsperre damit gewartet?

    Mal ganz davon abgesehen das so ein Verhalten für einen Tierschutzverein (!!!) nicht nur höchst unprofessionell ist, sondern auch noch grob fahrlässig!

    An dieser Stelle mal ein kleiner [juristischer] Hinweis an die Verantwortlichen beim TNBB e.V. Tier- und Naturschutzbund Berlin-Brandenburg: Sollten die Tiere durch diese grobe Fahrlässigkeit Schaden nehmen, kann dies nicht nur zum Verlust der Gemeinnützigkeit des Verein führen, sondern auch erhebliche strafrechtliche Konsequenzen für den Verein und seiner Mitglieder nach sie ziehen.

    Aber zurück zum Thema.

    Weiter fällt auf, dass kein Datum oder eine Zeitspanne genannt wird von wann bis wann die Stromrechnung, bzw. die Ratenzahlungen nicht beglichen werden konnten. War es in diesem Jahr? War es im letzten Jahr? Die Forderungen können je nach Vertrag bis zu vier Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Auch hier bekommt man keinerlei Informationen zu bereitgestellt.

    Stattdessen wird in dem Videoclip ein veraltertes Notstromaggregat präsentiert, das angeblich zur Eigenstromversorgung dienen soll.

    Warum angeblich?

    Zuerst einmal benötigt man für die längerfristige/ dauerhafte Eigenstromversorgung einer so großen Anlage/ Immobilie eine NETZERSATZANLAGE.

    Ein NOTSTROMAGGREGAT ist lediglich für die Überbrückung der Stromversorgung für einen kurzen Zeitraum gedacht und konzpiert.

    Bei der in dem Videoclip präsentierten Stromerzeugeranlage handelt es sich definitiv NICHT um eine Netzersatzanlage, sondern um ein Notstromaggregat.

    Weiter ist das in dem Videoclip präsentierte Notstromaggregat für die Größe der Anlage/ Immobilie vollkommen unterdimensiniert, sprich: für die Versorgung eines landwirtschaftlichen Betriebs nicht geeignet.

    Die nächsten Punkte die mir in dem Videoclip aufgefallen sind, dürften eigentlich auch die ganze Geschichte mit der nicht bezahlten Stromrechnung nahezu komplett in Frage stellen:

    Erstens
    Nachdem der „gute Mann“ in dem Videoclip das Notstromaggregat zum laufen bekommen hat, verwendet er für die Einspeisung in das Hausnetz ein Drehstromkabel.
    Jeder der auch nur ansatzweise etwas Ahnung von der Stromversorgung in Deutschland hat weiß, dass die Hausanschlüsse [in der Regel] auf Wechselstrom ausgelegt sind; außer Gewerbe- und Industrieanschlüsse die ZUSÄTZLICH einen SEPARTEN Drehstromanschluss benötigen.

    Zweitens
    Der gesperrte, d.h. der versiegelte und verplombte Hausanschluss wird in dem Videoclip nicht gezeigt.

    Drittens
    Es wird lediglich gezeigt wie das Kabel in den Hausflur gelegt wird, nicht jedoch wie es angeschlossen wird.

    Viertens
    Zu Beginn des Videoclips wird lediglich gezeigt das in einem [einzigen] Raum das Licht nicht geht und nicht der gesperrte, d.h. der versiegelte und verplombte Hausanschluss.

    Fünftens
    Nachdem das Notsromaggregat läuft wird wieder nur ein einziger Raum gezeigt in dem das Licht jetzt wieder funktioniert.

    Sechstens
    Nachdem das Notsromaggregat läuft „beschwehrt“ sich der „gute Mann“ in dem Videoclip über den Geräuschpegel den das Notstromaggregat [angeblich] verursacht.
    Das Notstromaggregat ist verkapselt, d.h. Schallisoliert! Man dürfte es im Inneren des Gebäudes also gar nicht hören, auch nicht bei offenen Türen!

    Siebentens
    Die Motorengeräusche die man in dem Videoclip hört stammen von einem mitteldrehenden Benzinmotor und nicht von einem Dieselmotor. Dies ist in sofern interessant da „der gute Mann“ in dem Videoclip meint „(…) Jetzt brauchen wir nur noch jemanden (…) der (…) etwas Diesel nachkippt! (…)“

    Achtens
    Im Falle einer Stromsperre wären die Tiere von Seiten der Behörden ausquartiert worden.

    Denkt mal darüber nach!

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