Sex mit Tieren – ja, warum nicht?

In Dänemark gibt es aktuell eine Diskussion, ob sexuelle Handlungen mit Tieren verboten werden sollen. Die Diskussion erfolgt von Seiten der Tierschützer und Zoophiliegegner genauso emotional und verlogen, wie man es vor zwei, drei Jahren in Deutschland erlebt hat. Ebenso wie seinerzeit hierzulande wird nun in Dänemark landauf, landab behauptet, es gäbe duzende, gar hunderte Tierbordelle und das Länd wäre Ziel unzähliger notgeiler Zoophiler aus ganz Europa. Auch die fragwürdige Tierrechtsorganisation PETA beteiligt sich wider besseren Wissens an diesen Lügen. Wie zuvor in Deutschland werden Vermutungen und krude Fantasien als unumstößliche Wahrheiten verbreitet.

In diesem Zusammenhang erschien im dänischen Magazin “videnskap” ein interessanter Artikel mit dem Titel Sex med dyr – ja, hvorfor ikke? (Sex mit Tieren – Ja, warum nicht?). Eine englische Übersetzung findet sich bei ScienceNordic. Bedauerlicherweise ist eine deutsche Übersetzung bisher nicht öffentlich zugänglich.

Der Artikel stellt, wissenschaftlich basierend, einige interessante Fragen und Thesen auf:

Forskning viser, at den slags dyresex for nogle mennesker ligger i naturlig forlængelse af den omsorg, man føler for dyret og ønsket om, at dyret skal have det godt. Man gør det med andre ord, fordi man mener, det gør dyret glad, og ikke fordi man selv tænder på det.

Die Forschung zeigt, dass Sex mit Tieren für einige Menschen eine natürliche Erweiterung der Fürsorge ist, die wir für das Tier fühlen und der Wunsch, dass das Tier sich wohl fühlen soll. Sie tun dies, in anderen Worten, weil Sie denken, es macht das Tier glücklich, und nicht weil Sie sich daran befriedigen.

Forskerne understreger, at punkterne ikke i sig selv beviser, at dyrene altid elsker sex, men at lighederne i anatomi, fysiologi og opførsel gør det rimeligt at antage, at dyr kan nyde sex på samme vis som mennesker.

Die Forscher betonen, dass die Punkte nicht für sich beweisen, dass die Tiere immer Sex lieben, aber die Ähnlichkeiten in Anatomie, Physiologie und Verhalten macht es vernünftig anzunehmen, dass Tiere Sex auf die gleiche Weise wie Menschen genießen.

Man muß den dänischen Wissenschaftlern Hochachtung zollen, die trotz oder gar wegen der angeheizten Situation, die sich im Fanatismus den deutschen Verhältnissen immer mehr annähert, in diese Richtung forschen und sich öffentlich zu Wort melden.

Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt, dass sie sich aus Angst vor fanatischen Tierschützern aus diesem Themenbereich zurück ziehen. Leider ist es deutsche Tatsache, dass hiesige Wissenschaftler, die sich in der Vergangenheit mit dem Thema Zoophilie beschäftigt haben, heutzutage sagen, sie haben Haus und Familie und keine Lust, dass die nächste “Mahnwache” oder die nächste rechtsradikale Schmiererei bei ihnen stattfindet. Nicht jeder Wissenschaftler hat die Kraft, sich gegen die Verunglimpfungen von Zoophiliegegnern zur Wehr zu setzen. Die Methoden, um Forschung und Meinungsbildung zu verhindern, weisen Parallelen zur jüngeren deutschen Geschichte auf.

Quellen:
videnskap.dk: Sex med dyr – ja, hvorfor ikke?
ScienceNordic: Denmark moves to ban bestiality — but is sex with animals really so bad?

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